Der Ursprung der süßen Leckerei

Genau kann man wohl nicht mehr nachverfolgen, wann und wie die leckeren Pfannkuchen-Sandwiches entstanden sind. Der Legende nach suchte der Samurai Benkei auf einem Bauernhof Schutz und vergaß beim Verlassen dort seinen Gong. Der Bauer nutzte den Metallgong dann zum Backen von Pfannkuchen, daher setzt sich der Name Dorayaki aus Dora (Gong) und Yaki (Backen oder Braten) zusammen.

Eine andere Theorie besagt, dass die gefüllten Pancakes eine Weiterentwicklung des in Japan beliebten Castella Kuchens aus Portugal sind. Dieser Kuchen besteht aus einem süßen Biskuitteig, dessen Rezept im Grunde die gleichen Zutaten enthält wie Dorayaki – diese haben auch die gleiche luftige Konsistenz.

Letztendlich ist es aber garnicht so wichtig, wie Dorayaki genau entstanden sind, denn sie schmecken einfach köstlich und sind deshalb auch über die Grenzen Japans hinaus überaus beliebt. Dies liegt vor allem auch an dem berühmten Anime- und Manga-Charakter Doraemon, dessen absolute Lieblingsspeise Dorayaki sind. Die blaue Roboter-Katze ist in Asien ähnlich bekannt wie Mickey Mouse im Westen und einige Hersteller verkaufen besondere Doraemon-Versionen der Süßspeise.

Die Füllung macht den Unterschied

Einerseits sind Dorayaki den amerikanischen Pancakes in Form und Größe sehr ähnlich, unterscheiden sich aber dennoch mitunter stark von ihnen. Ursprünglich bestand die japanische Süßspeise nur aus einer Schicht Pfannkuchen, die mit einer Füllung bestrichen und dann zusammengeklappt wurde – ähnlich wie westliche Pfannkuchen oder Crêpes. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Sandwich-Form aus zwei kleinen Pfannkuchen mit Füllung dazwischen erfunden und ist bis heute das charaktistische Merkmal von Dorayaki.

Neben der Form macht vor allem die Füllung den Unterschied zu Pancakes deutlich. Klassisch werden Dorayaki mit Anko bzw. An gefüllt – einer süßen Paste, die aus japanischen roten Bohnen, den Azukibohnen, hergestellt wird. Außer der klassischen Füllung sind noch weitere Varianten beliebt, zum Beispiel:

  • Vanille- oder Schokopudding
  • Mandelcreme mit Matcha
  • Marmelade oder Gelee
  • Kastaniencreme
  • Buttercreme
  • Vanilleeis 

Einige Füllungen eignen sich vor allem für frisch gebackene Dorayaki, die sofort gegessen werden – aber auch fertige Pfannkuchen-Sandwiches gibt es mit unterschiedlichen Füllungen. Neben der klassischen Bohnenpaste sind vor allem Buttercreme und Varianten mit Matcha beliebt.

Dorayaki einfach selbst backen

Anders als viele andere japanische Süßspeisen können Dorayaki mit relativ wenig Aufwand und mit Zutaten hergestellt werden, die im normalen deutschen Supermarkt erhältlich sind. Einzig die Füllung ist eine Herausforderung, doch im Asiashop oder auch online kann man Anko und andere Füllungen bereits fertig kaufen. Der Teig wird in kleinen Portionen in einer Pfanne mit wenig Fett oder auf einem Teppanyaki-Grill zu handflächengroßen Pfannkuchen gebacken. Jeweils ein Pancake wird noch warm mit der Füllung bestrichen, ein zweiter daraufgelegt und festgedrückt. Fertig ist eine leckere Süßigkeit oder ein toller Snack für zwischendurch.

Japan-Flair nach Hause holen

In Japan kann man Dorayaki abgepackt im Supermarkt und fast überall sonst kaufen, aber es gibt auch Imbissläden, die die süßen, weichen Sandwiches selbst machen und verkaufen. Wer sich in Deutschland ein bisschen Japan-Flair nach Hause holen und das leckere Gebäck probieren möchte, greift am besten auf fertige Produkte zurück, die auch online in zahlreichen Varianten erhältlich sind. Um in den Genuss von frischen, warmen Dorayaki zu kommen oder indivuelle Füllungen auszuprobieren, gibt es verschiede fertige Pasten und Cremes, die direkt verwendet oder noch verfeinert werden können.

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